Dich erden – Warum es wichtig ist und wie es dir gelingt

19. Juli 2020

Die Erde unter meinen Füßen fühlt sich weich an. Es ist ein warmer Sommerabend und ich bin im Wald spazieren. Der leichte Sommerwind, der den Tag über geweht hat, hat sich nun zu einem starken Wind entwickelt. Hier unten spüre ich nichts davon zwischen den schützenden Baumstämmen, die weit in den Himmel ragen. Auch den Bäumen sehe ich auf meiner Augenhöhe nicht an, dass sie mit dem Wind kämpfen. Nur die tanzenden Schatten und Lichter auf der Baumrinde, das Knarzen der wiegenden Bäume hoch oben in den Wipfeln und das Rauschen der Blätter verraten mir, dass in den Baumkronen Unruhe herrscht.

Hier unten scheint alles ruhig.

Ein gesunder, starker Baum steht fest im Sturm. Ihn kann so leicht nichts umhauen. Warum? Weil er starke Wurzeln hat. Wurzeln, die ihn erden, die ihn verbinden, ihm Halt geben und Stabilität verleihen, selbst wenn ein Sturm aufkommt.

Wenn er nicht so geerdet und verwurzelt wäre, würde er leicht umkippen. Dann würden seine Wurzeln mit zunehmendem Wind aus dem Boden gerissen werden und der Baum seinen ganzen Halt verlieren.

So ist es auch mit uns.

Auch für uns ist es wichtig, dass wir uns gut erden. Warum das so wichtig ist und mit welchen 12 Möglichkeiten du dich erden kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Warum es wichtig ist, dich zu erden

Wenn wir nicht geerdet sind, sind wir nicht stabil. Wir stehen weder stabil im Leben, noch fühlen wir uns stabil in uns selbst. Wir sind somit nicht in unserer Mitte, sondern fühlen uns unsicher, haltlos und leicht aus der Bahn zu werfen. Es kann auch sein, dass wir uns so instabil fühlen, dass uns der leiseste Windhauch zu Boden werfen kann.

So ging es mir früher sehr oft.

Es gab oft Momente, in denen ich innerlich spürte, wenn mich jetzt noch jemand kritisiert, einen unsensiblen Kommentar abgibt oder an mir zweifelt, dann breche zusammen. Dann kann ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Dann kann ich meine Maske nicht mehr aufrechthalten. Es ist dieser sprichwörtlich letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der EINE leise Windhauch, der die letzte kleine Wurzel, die mich noch in der Erde hält, aus dem Boden reißt.

Kennst du das auch?

Gerade hochsensible Menschen, wenn sie sich sehr in ihren Wahrnehmungen und Empfindungen verlieren oder einen schwachen Selbstwert haben, können besonders leicht den Boden unter den Füßen verlieren – und zwar in beide Richtungen: Sie können nach oben abheben – oder nach unten fallen.

Die Basis deiner Erdung

Wie du erkennen kannst, dass es dir an Bodenhaftung fehlt

Körperliche Anzeichen

Hast du körperliche Beeinträchtigungen an den Füßen, Knien, der Hüfte oder den Beinen? Wie steht es um deine Energie und Gesundheit im Allgemeinen? Dein Körper (insbesondere der untere Körperbereich und deine Körperhaltung) zeigen dir deutlich, wie gut dein Fundament gebaut ist.

  • Wie stabil fühlst du dich, wenn du aufrecht stehst?
  • Wie (aufrecht) ist deine Körperhaltung, wenn du stehst oder gehst?
  • Wie leicht oder schwer fühlen sich deine Beine an?
  • Wie leicht oder schwer gehst du durchs Leben?
  • Wie vital fühlst du dich?

Ich persönlich habe mich schon in jungen Jahren falsch auf der Welt gefühlt. Das fehlende „Zuhause-sein“ in mir, als auch in der Welt, haben mir nicht nur ein mangelndes Selbstwertgefühl beschert, sondern sich mit der Zeit auch körperlich gezeigt.

Ich habe nicht nur selbstzerstörerische Verhaltensweisen entwickelt, sondern auch starke Knieprobleme bekommen.

Was energetisch nicht stimmig war, hatte sich nun körperlich manifestiert.

Psychische Anzeichen

Doch nicht nur am Körper, auch an deinen Gefühlen und Gedanken kannst du eine mangelhafte Erdung erkennen. Wenn du „fällst, dann bist du oft von Angst geflutet:

  • Du fühlst dich heimatlos.
  • Du fühlst dich unsicher, hilflos und alleingelassen.
  • Du hast große Angst vor Veränderungen.
  • Du hast starke existenzielle Ängste.
  • Du bist leicht aus der Fassung zu bringen.
  • Kritik oder Ablehnung treffen dich sehr.
  • Du kannst dich schwer konzentrieren.
  • Du lässt dich von anderen leicht verunsichern und manipulieren.

Wenn du eher „abhebst“ fühlst du dich aufgeregt oder taub:

  • Du fühlst dich hibbelig und aufgekratzt.
  • Du träumst viel vor dich hin.
  • Du hast viele Ideen, die du nicht (ausdauernd) umsetzt.
  • Du fühlst so viel, dass du nicht weißt, was von diesen Gefühlen deine sind.
  • Du hast den Eindruck, als heben sich deine körperlichen Grenzen auf.  
  • Du hast das Gefühl zu schweben und gar nicht richtig „da zu sein.“

Diese Anzeichen können darauf hinweisen, dass es dir (aktuell) an Bodenhaftung fehlt.

Dabei sei gesagt: Nicht jeder Tag ist gleich. Je nach Belastung und Lebensweise kannst du an manchen Tagen besonders gut geerdet sein und an manchen Tagen überhaupt nicht. Und doch gibt es eine Basis. Eine Art Grundstabilität, die sich durch dein Leben zieht und die mit deiner Lebensweise zusammenhängt.

Der Kontakt zur Erde als Schlüsselelement

Je mehr du in Kontakt mit der Erde und der Natur bist, desto besser bist du geerdet.

Was macht die Erde so besonders?

Die Erde nährt uns. Sie trägt uns ein Leben lang und versorgt uns mit Nahrung, damit wir (über)leben können.

Zudem hat sie eine heilende Wirkung durch ihre negative Ladung. Im Alltag sind wir durch unseren westlichen Lebensstil vermehrt freien Radikalen ausgesetzt, die uns krank machen können. Freie Radikale entstehen zum Beispiel durch Stress, Elektrosmog oder schlechte Ernährung. Sie sind positiv geladen. Die Verbindung zur Erde macht diese freie Radikale unschädlich, weil sich die positive und negative Ladung aufhebt. (Ausführliche Informationen zu diesem Prozess findest du bei funktional-basics)

Viele Menschen waren in ihrer Kindheit gut geerdet. Sie waren in Verbindung mit sich selbst und ihren ureigenen Bedürfnissen. Sie fühlten sich sicher und geborgen. Meist deshalb, weil sie viel in Kontakt mit dem Boden und der Erde waren. Sie haben viel auf dem Spielplatz, in der Natur oder dem Garten gespielt, sind oft barfuß gelaufen und haben die Erde bis ins Detail erforscht.

Erinnerst du dich?

Und was ist heute?

Unser westlicher Lebensstil verhindert Erdung

Unser Lebensstil verhindert Erdung

Unser westlicher Lebensstil lässt wenig Verbindung zur Erde zu.

Vielerorts leben wir auf engem Raum mit wenig Natur drum herum. Wir arbeiten oft in sterilen und hoch gelegenen Büroräumen und tragen (zu enge) Schuhe und Kleidung. Wir gehen meist nur auf Asphaltboden und betrachten Bäume nur von Weitem. Wir wollen uns nicht schmutzig machen.

Wir brauchen ständig Reize und vermeiden Stille. Wir werden dazu ermuntert, immer höher und weiter zu fliegen, immer mehr zu tun, zu konsumieren und uns von Oberflächlichkeiten leiten zu lassen.

Wir haben keine Zeit mehr für eine Pause, für uns, für das Wesentliche. Wir haben nicht mal Zeit, unsere Mahlzeiten richtig zu kauen. Wir kaufen unser Essen abgepackt und essen stark verarbeitete Lebensmittel.

Wo ist da Erdung in unserem Leben?

Wo ist da Natur?

Wo ist Natürlichkeit?

  • Ist es verwunderlich, dass wir zunehmend den Boden unter den Füßen verlieren?
  • Ist es verwunderlich, dass wir immer mehr das Gefühl haben, der Welt nicht mehr gewachsen zu sein?
  • Ist es verwunderlich, dass wir immer mehr abheben und den Kontakt zum Wesentlichen verlieren?
  • Ist es verwunderlich, dass unser Fall immer tiefer wird, je höher wir uns von uns selbst entfernen?

Mich wundert es nicht.

Wie kannst du dich nun mehr erden und stabiler im Leben stehen?

9 Möglichkeiten, dich zu erden und zentrieren

Alles was mit Erde und Natur zu tun hat, schenkt dir Erdung. Dabei ist auch der Körper gemeint. Der Körper entsteht aus der Erde – er ist irdisch, fleischlich und damit Grundlage des irdischen Lebens.

Die Verbindung zur Erde und deinem Körper kannst du auf verschiedene Weise bekommen. Nicht jede der folgenden Ideen mag dich ansprechen. Finde heraus, was dir zusagt und was dir persönlich guttut.

1. Raus in die Natur

Eine besonders einfache Möglichkeit, dich zu erden, ist draußen in der Natur. Nirgends ist dir die Erde so nahe wie dort. Verbringe Zeit im Wald. Gehe über Felder und Wiesen spazieren. Setze dich in den Garten, in einen Park oder an einen See. Schenke dir immer wieder eine kleine Auszeit in der Natur und verweile dort. Sie erdet dich und schenkt dir Kraft, ohne dass du etwas tun musst.

2. Barfuß gehen

Erden durch Barfußlaufen

Barfuß zu gehen erdet besonders stark, vor allem dann, wenn du den direkten Kontakt zur Erde spürst, sprich: barfuß über eine Wiese läufst, am Strand entlang spazierst, einen Barfußpfad absolvierst oder auf weichem Waldboden gehst.

3.  Gartenarbeit

Wenn du einen Garten besitzt, dann weißt du wahrscheinlich, wie wohltuend Gartenarbeit sein kann. Der direkte Kontakt zur Erde beim Unkraut jähten, Umtopfen oder Anpflanzen führt unweigerlich zu Erdung.

Hast du bei der Gartenarbeit häufig Handschuhe an? Ziehe sie das nächste Mal aus und arbeite ohne Handschuhe (auch wenn du danach intensiver Hände waschen musst). Fasse die Erde an, arbeite mit ihr, rieche sie und nutze sie bewusst, um dich zu erden.

4. Die Natur berühren

Wann hast du das letzte Mal die Natur berührt; sie mit deinen Händen angefasst und gefühlt? Wenn du einen Garten hast, wahrscheinlich öfter. Ich persönlich habe schon viel Zeit IN der Natur verbracht und war doch oft nur Betrachter. Ja, ich habe die Natur gerochen, gehört, aber selten mit der Hand berührt. Als Kind wollten wir ständig alles anfassen und waren fasziniert von den unterschiedlichen Strukturen, die wir erfühlt haben. Ich habe mir angewöhnt, im Wald ab und zu die Natur zu berühren und spüren. Ein Blütenblatt. Die Rinde eines Baumes. Einen Tannenzapfen. Die Oberfläche von Pilzen und sein feinen Lamellen.

By the way: Nein, du musst keinen Baum umarmen.

5. Bodenkontakt spüren

Nicht immer können – und wollen – wir barfuß den Bodenkontakt herstellen. Manchmal ist es uns nicht möglich oder auch unangenehm. Doch schon deine Aufmerksamkeit in die Füße zu lenken und den Bodenkontakt bewusst durch die Schuhe hindurch wahrzunehmen ist eine Möglichkeit, um dich zu erden.

Lenke dazu deine Aufmerksamkeit bewusst in deine Füße und Fußsohlen. Drücke sie ein wenig mehr in den Boden. Stelle dich dazu auch gerne hin oder gehe ein paar Schritte. Spüre das Gewicht auf deinen Fußsohlen, den Kontakt zum Boden durch die Schuhe hindurch.

Erden durch mentale Verwurzelung

6. Den Körper bewusst spüren

Deinen Körper bewusst zu spüren hat einen sehr erdenden Effekt. Dieses bewusste Im-Körper-Ankommen kann besonders gut durch achtsame Körpertechniken erreicht werden wie Yoga oder Chi Gong (die – nebenbei bemerkt – in der Regel barfuß und oft draußen in der Natur gemacht werden). Sie verbinden Bewegung mit Atem und haben bewusst zum Ziel, im Körper anzukommen.

Aber auch jegliche andere Sportarten, bei denen du bewusst deinen Körper spürst, verhelfen dir zur Erdung. Zum Beispiel Krafttraining, alleine Fahrrad fahren oder Schwimmen.

7. Erdende Nahrungsmittel essen

Auch über deine Ernährung kannst du guten Einfluss auf deine Erdung nehmen und zwar in dem du erdende Nahrungsmittel isst. Das kann jegliches Wurzelgemüse sein wie Kartoffeln oder Karotten, doch auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen oder auch Avocados haben der ayurvedischen Lehre nach einen erdenden Effekt.

Bei mir hat bereits der Anblick von erdenden Nahrungsmittel einen beruhigenden Effekt.

Erden durch Wurzelgemüse

8. Ätherische Öle mit hölzernem Duft

Ätherische Öle mit einem erdenden und hölzernen Geruch wie Kiefer, Zeder, Zypresse oder Moos kannst du sehr gut ergänzend nutzen, um dich in geschlossenen Räumen mit der Natur zu verbinden. Zum Beispiel während der Meditation, während deiner Yogapraxis oder als Raumduft, wenn du den Geruch magst. Hölzerne Düfte aktivieren zusätzlich dein Wurzelchakra und stärken es.

9. Ein Fußbad nehmen

Deine Füße tragen dich bereits dein Leben lang. Sie führen dich wohin du willst und sind das Bindeglied zwischen der Erde und dir. Schenke ihnen bewusst Aufmerksamkeit und Pflege durch ein Fußbad. Das kannst du mit ätherischem Ölen ergänzen und deine Füße nach dem Fußbad noch massieren.

Erden heißt weich und stabil sein

Erdung erzeugt Balance

Eine gute Erdung und Zentrierung ist für jeden Menschen wichtig, weil sie innere Stabilität und Bodenhaftung schenkt. Es ist der Ausgleich zum oft leistungsgetriebenen und reizintensiven Alltag. Die hier vorgestellten Tipps können dabei helfen, dich zu erden und dadurch besser in Balance zu bleiben.

Doch das wahre Ziel?

Ist keine To-Do-Liste an Ausgleichsaktivitäten.

Es ist die tiefe Verbindung mit dir selbst, aus der heraus du ganz natürlich und automatisch den Dingen nachgehst, die in diesem Moment wichtig für dich sind.

Du bist aktiv, wenn du willst, und du ruhst, wenn du es brauchst.

Du isst, wonach dein Körper verlangt, in dem Maß, in dem es dir guttut und schenkst dir Genuss, wenn es dir beliebt.

Wirf die Tipps und To-Dos über Bord – dein Körper kennt den Weg.

19 Gedanken zu „Dich erden – Warum es wichtig ist und wie es dir gelingt“

  1. Danke für diesen wundervollen Blogbeitrag. Er kommt für mich wie gerufen. Gerade in der heutigen Zeit wo es heißt: schneller, höher und weiter, ist es ganz schwierig dem entgegenzusteueren, da es im Berufsalltag einfach so verlangt wird.
    Ich versuche da auch in meiner Freizeit lauten, hektischen und dominanten Menschen aus dem Weg zu gehen.
    Ich suche die Stille, die Ruhe und die Natur. Ich nehme sie ganz bewusst war und erfreue mich an ihr, sie gibt so viel.
    Da ich mich auch zum Kreis der Hochsensiblen zähle, bin ich immer so dankbar um deine Blogbeiträge. Sie haben mir schon oft geholfen? Gerne probiere ich auch den ein oder anderen Tipp zur Erdung aus. DANKE BETTINA!!!♥️

  2. Liebe Maria,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass der Blogbeitrag zur richtigen Zeit für dich kam, dich wieder ans Erden erinnert und dir hilft ♥️ Ebenso freue ich mich, dass du auch den einen oder anderen Tipp einmal ausprobieren möchtest. 🙂
    Alles Liebe und Gute für dich ♥️

  3. Liebe Bettina,
    vielen Dank für deine Artikel, es steckt bestimmt immer viel Arbeit dahinter. Ja, wir alle tragen Masken (nicht nur in Zeiten von Corona), ob im Familienkreis oder bei der Arbeit. Was könnten die anderen von mir denken, wenn ich mich wirklich so zeige und gebe wie ich bin. Es ist ein gewisser Selbstschutz. Als hochsensibler Mensch wohl nochmal besonders.
    Meine drei Favoriten um mich zu erden und zu zentrieren sind meistens die folgenden Dinge. Raus in die Natur (Spazieren, Tanzen…), den Körper spüren durch Yoga und Qigong in Verbindung mit Meditation, Ruhe und Stille und schließlich eine erdende Ernährung…I love Avos. Welche Rolle spielt Glauben bzw. Vertrauen in eine universelle Kraft (wie auch immer man diese nennen mag) in deinem Leben?
    Sonnige Grüße aus dem Norden!

  4. Lieber Gerd,
    vielen Dank für deinen Kommentar und deine Würdigung meiner Zeit und Energie, die in den Artikeln stecken, da hast du recht. Vielen Dank auch für deine drei Favoriten zum Thema Erdung und Zentrierung, bei denen ich ganz bei dir bin 🙂 Für mich spielt Spiritualität eine sehr wichtige Rolle im Leben. Für mich gibt es keinen Tag ohne meine Verbindung zum Höherem. Ich sage ungern Glauben, weil es so sehr an Religion erinnert und ich tatsächlich einen Widerstand bezüglich Religionen fühle, auch wenn diese natürlich ihre Daseinsberechtigung haben und für viele Menschen sehr hilfreich sind. Ich jedoch liebe den freien Glaube, der Glaube, dass Gott in allen Dingen wohnt, der Glaube, der FÜR MICH richtig ist und zu gar keiner Religion genau passt. Ich verbinde mich jeden Tag mit dieser Kraft, danke ihr und lass mich von ihr begleiten. Ein Leben ohne Spiritualität ist für mich undenkbar. Auch dieser Glaube gibt mir natürlich Halt und Zentrierung. Wie ist das bei dir?
    Liebe Grüße aus dem sehr heißen Süden

  5. Hallo Bettina,

    halte mich verstärkt in der Natur auf und ziehe mich erst einmal wieder zurück. Laufe verstärkt meist barfuß. Halte auch jetzt im heißen August auf dem Asphalt mal inne.

    Danke für die vielen Tipps.

    Gruß
    Joachim

  6. Hallo Bettina,
    Ich habe das Buch. ˋWach auf´´ letzte Woche geschenkt bekommen und beim lesen richtig verschlucken . Es hat mich nimmer losgelassen!
    Es ist wundervoll geschrieben und ich kann mir vieles rausnehmen .
    Ich kann gut damit an und mit mir arbeiten .
    Herzlichen Dank ?
    … ela

  7. Hallo liebe Ela,
    was für ein wunderschöne Feedback, ich danke dir dafür! Es freut mich und berührt mich sehr. Und mein Dank geht auch an die wunderbare Person, die dir das Buch geschenkt hat 🙂 Viel Freude weiterhin mit dem Buch und mit der Arbeit an dir. 🙂
    Herzliche Grüße
    Bettina

  8. da ich nach oben wegdrifte ist der boden manchmal direkt angestrebt nicht so leicht zu erreichen. boot fahren, schwimmen oder ganz simpel schaukeln, trampolin springen, hängematte sind so auf dem weg zurück zum boden übergangsweise leichter und nehmen den wiederstand auf tröstliche oder auch fröhliche weise.

  9. Liebe Bettina,ein wunderschöner Text der mich in meiner aktuellen Situation sehr aufgewühlt hat. Aber das hilft mir bestimmt endlich los zu legen. Zu mir zu finden und das richtige nicht aus den Augen zu verlieren. Lieben Dank und ganz herzliche Grüße…

  10. Hallo liebe/lieber S,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freu mich sehr, dass der Text so viel Anklang in dir gefunden hat, auch wenn er dich aufgewühlt hat. Es scheint der richtige Text zur richtigen Zeit gewesen zu sein, um etwas näher hinzuschauen und an der einen oder anderen Stelle etwas „gerade zu rücken“. Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung. Und wenn du etwas Unterstützung auf deinem Weg brauchst, helfe ich dir auch gerne zu dir und einem stimmigen Leben zu finden. Manche Wegstrecken gehen sich mit Unterstützung etwas leichter.
    Alles Liebe und herzliche Grüße
    Bettina

  11. Liebe Bettina,

    ein sehr empathischer und hilfreicher Beitrag für hochsensible Menschen. Deine eigenen Beispiele, die Du hier so offen teilst, spiegeln meine eigenen Herausforderungen wieder und Deine Übungen zur Erdung ermuntern mich. Vielen Dank. Lichtvolle Grüße von Silke

  12. Liebe Silke,
    vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr, dass dich der Beitrag inspiriert und zum Üben ermuntert. Mögen sie dir helfen. 🙂
    Ebenso lichtvolle Grüße
    Bettina

  13. Liebe Bettina, grad zum richtigen Zeitpunkt bin heute zufällig auf deinen Blog gestoßen. Ich bin leider sehr oft regelrecht in der Luft, Angst nimmt mir viel Lebensqualität, und es vergeht oft viel Zeit bis mir bewusst wird dass es die Erdung ist die mir fehlt. Danke für deine Anregungen, es ist mir ein Trost dass es nicht nur mir so ergeht.

  14. Liebe Luisa,
    vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich, dass du hier passende Impulse und Zuversicht findest. Mit jedem Zurück-Erinnern an die Erdung steigt deine Bewusstheit. Das heißt es wird mit der Zeit weniger lange dauern. Vielleicht kannst du ein paar Dinge auch regelmäßig in deinen Alltag integrieren, sodass du vorbeugst. Ich wünsche dir alles Liebe
    Bettina

  15. Liebe Bettina,
    Heute auf einem spirituellen Seminar erklaerte mir der Seminarleiter, den ich sehr schaetze, dass es zu meiner Erdung unerlaesslich sei, wenigsten einmal in der Woche Fleisch zu essen. Ja, Erdung benoetige ich wirklich, aber ist dazu der Verzehr von Fleisch wirklich unerlaesslich? Ich bin Vegetarierin aus 2 Gruenden: 1) ich fuehle, dass ich kein Fleisch brauche ( seit 30 Jahren), 2) Aus ethischen Gruenden und meiner tiefen Liebe zu Tieren ist es mir kaum moeglich, meine Freunde zu essen, selbst wenn manche in Freilandhaltung ein gutes Leben hatten. Ich respektiere, dass einige Menschen zur Erhaltung ihres Lebens Fleisch essen muessen (z.B. Eskimos), ich musse es nicht zum Ueberleben aber fuer Erdung??. Danke fuer ein Antwort.

  16. Liebe Amina,

    vielen Dank für deinen offenen und ehrlich Einblick. Ich kann gut verstehen, dass du hin- und hergerissen bist zwischen deiner gespürten Wahrheit und der Aufforderung deines sehr geschätzten Seminarleiters. Die Aussage, dass Fleisch für die Erdung unerlässlich sei, ist tatsächlich eine Perspektive, die man in manchen spirituellen Kreisen hört. Sie beruht auf der Vorstellung, dass tierisches Eiweiß „schwerer“ sei und uns dadurch energetisch mehr in den Körper und in die materielle Welt zurückbringt. Aber das heißt nicht, dass dies für alle Menschen zutrifft oder gar notwendig ist. Erdung ist ein Zustand, den du auf vielen Wegen erreichen kannst – durch Bewegung, Atem, Berührung, Natur, Meditation oder auch über bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel wie Wurzelgemüse, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Du bist seit 30 Jahren vegetarisch und fühlst dich damit wohl und stimmig – das ist ein klares Zeichen, dass du deinem inneren Kompass folgst. Deine ethische Haltung und deine Liebe zu den Tieren sind ebenso Ausdruck tiefer Verbundenheit zu dir – und auch das ist Erdung, nur auf einer anderen Ebene. Lass dich also nicht verunsichern. Du darfst die Worte des Seminarleiters als seine persönliche Sichtweise wertschätzen – aber deine Wahrheit ist ebenso wertvoll und letztlich der Wegweiser, der dich zu dir selbst führt. Bleibe deinem Gefühl und dir selbst treu. Wenn du mehr Erdung brauchst, gibt es viele liebevolle Wege, das zu erreichen – auch ganz ohne Fleisch.

    Alles Liebe dir, Bettina

  17. Vielen Dank für diesen einfühlsamen und sehr bildhaften Artikel. Die Metapher mit dem Baum im Sturm hat mich sofort abgeholt, weil sie Erdung so greifbar macht und gleichzeitig viel Tiefe transportiert. Besonders berührend finde ich, wie ehrlich du eigene Erfahrungen einwebst und damit zeigst, dass Erdung kein theoretisches Konzept ist, sondern etwas zutiefst Menschliches und Gelebtes.

    Der Text macht deutlich, wie wichtig es gerade in unruhigen Zeiten ist, wieder im Körper und im eigenen Inneren anzukommen. Die Verbindung zwischen Erdung, Selbstwert und innerer Stabilität wird sehr klar und verständlich beschrieben, ohne belehrend zu wirken. Auch die Erinnerung daran, wie natürlich Erdung für uns als Kinder war, hat bei mir nachgehallt.

    Insgesamt ist das ein Beitrag, der nicht nur informiert, sondern auch beruhigt und ermutigt, wieder kleine, einfache Wege zurück zu sich selbst zu finden. Ein wertvoller Impuls für mehr Ruhe, Vertrauen und Verwurzelung im Alltag.

    Herzliche Grüße
    Jessica

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